Sonntag, 21. September 2014

Vegane Kolumne #6 - Friedrichshafen macht sich

Nun, wenn ich meine Stadt aus der Sicht eines Veganers beschreiben sollte, dann schneidet sie leider mehr als schlecht ab. Ich las mal auf Facebook, dass man Friedrichshafen mit einem veganen Ödland vergleichen könnte. Aber es gibt eine Hand voll Veganer und wenn ihr mich fragt, werden wir auch immer mehr. Nur steht Friedrichshafen und deren Bewohner für eins, wir sind etwas zurückhaltend was die Sache nicht besser macht. Ich bin hier geboren und was mich damals als Jugendlicher irgendwie noch gestört hat, ist jetzt eben einfach so. Wir sind hier jetzt nicht ein extrem zurückgezogenes Volk, aber wenn es darum geht Dinge zu akzeptieren wird selten etwas unternommen. Also man akzeptiert lieber, frägt wenig nach und isst sein Essen zuhause. Das ist fatal und ein Verhalten was ich mir auch in den 1,5 Jahren vegan sein inzwischen abgewöhnen musste.

Inzwischen stehe ich ziemlich deutlich dazu, dass ich vegan esse und auch immer veganer leben möchte. Menschen reagieren da darauf zwar nicht immer positiv, aber die meisten sind dann doch total interessiert daran. Freitags ist in meiner Stadt immer Wochenmarkt auf dem Rathausplatz und in einem Teil der Innenstadt. Ich hab da so meine Marktstände, die ich regelmäßig besuche und wo ich auch wirklich froh bin, dass es diese Menschen gibt. Trockenfrüchte, Pilze, Gewürze sind meine Ziele die ich immer besuche. Da ist so eine Marktfrau und ich kann euch heute nicht mehr sagen, wie wir auf das Thema gekommen sind. Sie hat ein Stand mit getrockneten Tomaten, Aufstrichen Oliven und Käse. Also eben nicht vegan, aber warum ich damals zu ihr ging war wegen einer Alepposeife.

Als wir so ins Gespräch gekommen sind, wollte sie einfach alles von mir wissen. Was ich esse und ob es nicht schwer sei, in der Öffentlichkeit damit umzugehen. Fakt ist, das vegane Ödland Friedrichshafen spiegelt nun einfach eben die Interessen derer, die hier wohnen und eben auch die Interessen derer, die nicht offen mit ihrer veganen Lebensweise umgehen. Fragen ist das A und O. Wenn ich irgendwo im Restaurant sitze und so gar nichts auf der Karte finde, frage ich ob es etwas veganes zum Essen gibt. Das regt manchmal wirklich zum Umdenken an.

Kommen wir zurück zur Frau, diese sagte dann in einem Nebensatz, dass sie das gerne auch machen würde sich aber einfach noch nicht traut. Wo kein Mensch ist, der einem Anderen etwas vorlebt, bleiben eben die veganen Interessen in den privaten vier Wänden, wo sie meiner Meinung nach nicht hingehören. Und wem erzähl ich das schon, wir essen etwas mehr als Wurzeln und Blätter.

Einmal im Jahr ist bei uns Kulturufer, wo sich allerlei bunte Menschen treffen, auch einige Veganer. Als ich mir im letzten Jahr an einem Stand eine Kette kaufte und es darum ging, ob das Lederband aus Leder ist, lachte mich die Frau an. „Was sind sie etwa auch Veganerin?“ Sowas passiert mir hier immer wieder. Ich zieh mich öfters ins Kaffee Gessler in der Friedrichsstraße zurück, um meine Ruhe zu haben. Hier gibt es Kaffee mit Sojamilch. Ich muss euch nicht sagen, wie ich mich freute als ich das auf der Karte gefunden hab, obwohl ich Sojamilch in Kaffee wirklich ekelhaft finde. Meine nächste Aktion wird sein, eine Haselnussmilch mit ins Kaffee zu nehmen, nur um mal zu zeigen wie lecker das schmeckt. Dann gibt es da noch Smoothies, was mein Herz wirklich hat klopfen lassen. Wenn’s auch wirklich nur wenige Sachen sind die angeboten werden, so ist es wenigstens ein Anfang der mich wirklich glücklich macht.

Bei Brot und Kaffee am See, ein Selbstbedienungskaffee gibt es sogar veganen Kuchen von einer Kuchebäckerin aus Überlingen. Da ich relativ selten im Brot und Kaffee sitze, kam ich da auch echt spät erst dahinter und ich muss zugeben, dass ich den Kuchen noch heute nicht probiert habe. Wird aber alles nachgeholt. Der Thailänder in der Stadt hat sogar Gerichte mit Tofu auf der Karte, hier wäre ich aber vorsichtig. Sagt also unbedingt der Küche Bescheid, dass ihr ein reiner Pflanzenfresser seid, da oft zum Nudel oder Reis anbraten Gee verwendet wird. Gee ist Butterreinfett und in der indischen thailändischen Küche eng verwurzelt.

Aber ich hab selten jemanden vor mir gehabt, der die Augen verdrehte. Gut manchmal wissen die Menschen einfach nicht Bescheid und denken bei der Zubereitung einfach nicht nach, dass man mal ein paar abgehobelte Späne Parmesan auf seinem Salat findet. Auch hier sollte man auch nicht zu zurückhaltend sein, und die Küche auf diese Tatsache aufmerksam machen. Sowas geschieht nicht aus Boshaftigkeit, sondern viel mehr agieren Menschen bei solchen Spezialwünschen aus ihrer Gewohnheit heraus, die dann doch manchmal wieder durch kommt.

Mein Bioladen in meiner Stadt macht sich und selbst hier habe ich schon den ein oder anderen Wunsch im Laden gelassen. Dieser zieht nämlich in einen größeren Laden und mir sagte vor kurzem eine Mitarbeiterin, dass sie Wünsche sammeln für den Neuen größeren Laden. Angefangen von der veganen Mascara von Lavera über Bambuszahnbürsten, fragte ich schon nach den abstraktesten Dingen die mir einfielen. Ich ließ im Laden zurück, dass ich eben Veganerin bin und mich eben auch in anderen Lebensbereichen verbessern möchte. Inzwischen gibt es Khadi und ich kann euch nicht sagen wie froh ich bin, nicht mehr bestellen zu müssen oder in die nächst nah gelegene Stadt zu fahren. Als nächstes, aber so viel nur in einem Nebensatz, werdet ihr über Shikakai aufgeklärt. Ich bin selbst total gespannt.

Es tut sich was und ich freue mich wenn ich in Läden wie EDEKA nun endlich auch Käse kaufen kann, den ich wenn ich ehrlich bin zwar auch nicht mehr esse aber mir geht es bei dieser Tatsache einfach nur um das Angebot. Hört nicht auf zu fragen und macht euch bemerkbar. Der Traum eines veganen Kaffees in meiner Nähe hört einfach nicht auf. In diesem Sinne. Vegane Grüße vom Bodensee

Eure Coco

Sonntag, 14. September 2014

100% Black 2-curve liner waterproof von p2


Seht diesen Post heute als kleine Warnung an. Ich bin normalerweise nicht ein Mensch, der Produkte ohne jeglichen Grund schlecht macht. Seit ich den 100% Black 2-curve Liner in Waterproof habe, bringt er mich einfach zur Weißglut. Wie kann ein Produkt einfach so garnicht funktionieren? Ich bin mir sicher, dass ihr euch das schon einige Male gefragt habt. Ich will p2 als Marke nicht schlecht machen, denn ich ziehe meinen Hut vor dm und deren Firmenphilosophie. Marken wie essence oder catrice die zum Konzern Cosnova gehören, könnten sie da wirklich mehr als eine Scheibe abschneiden. Noch dazu, ganz ehrlich. Ich als Unternehmen „Cosnova“ würde es als Chance sehen, beispielsweise eine Serie mit veganen Produkten heraus zu bringen. Und ja, es würde gekauft werden. Aber hier soll es heute nicht um essence, catrice oder sonstiges gehen.
Ich bin auf der Suche nach einem veganen Eyeliner, der für mich mindestens genauso gut funktioniert wie mein bisheriger von essence. Allerdings, was hat sich p2 bei der Herstellung dieses Produkts gedacht? Da steht wasserfest drauf, wasserfest ist aber nicht enthalten. Ich verwende eigentlich solche Produkte nicht und hatte schon ein wenig Bedenken, als ich das Produkt mitgenommen habe. Meist lassen sie sich nur schwer wieder abschminken und ich hasse es, mir mein Makeup mit Öl zu entfernen. Bereits beim ersten Abschminken entdeckte ich, das wasserfest nicht wasserfest war, und war erleichtert das mein Abschminkprodukt mit meinem Eyeliner mehr als leicht zurechtkam.
Aber ich kam und komme noch immer nicht mit dem Stift der einem Filzstift ähnelt zurecht. Ist mein Augenlied nur ein bisschen fettig, mahlt das Produkt nicht mehr. Fluchen hilft da auch nichts und ich puderte beim nächsten Mal mein Augenlied einfach ab. Irgendwann mahlte die Spitze nicht mehr und nur durch das Abknicken am eigenen Handrücken, kann man Produkt in die Spitze bringen. Es scheint fast so, als ob der obere Teil der Filzspitze einfach verklebt ist. Aber um ehrlich zu sein, muss ein solchen Produkt nicht auch mit Eyemakeupbasis zurecht kommen? Ich verwendete nur Puder und kann jetzt nicht mehr viel damit anfangen.

Inzwischen überlege ich bereits, ob ich das Produkt nicht einfach wegschmeißen möchte. Einen geraden und schwarzen Eyelinerstrich ist damit schon garnicht mehr zu machen. Ihr kennt das sicher, irgendwann packt einen auch dann die Wut, wenn einfach so gar nichts mehr geht. Etwas positives habe ich dann doch noch zu sagen. Das Finish kann sich sehen lassen. Der Liner trocknet matt an und passt unheimlich gut zu den matten Farben, die ich eh schon gerne verwende.

Die Spitze an sich ist eigentlich eine gute Idee, da sie breit und schmal zeichnen kann. Es gibt inzwischen einen solchen Liner bei essence oder catrice im Standartsortiment, leider nicht vegan was inzwischen Voraussetzung für mich ist.
Ich war trotzdem stolz, als ich das Produkt im Laden mitgenommen habe. Um ehrlich zu sein war es auch mein erstes bewusst gekauftes dekoratives Produkt, welches vegan war. Vorher schaute ich da ja nicht wirklich drauf. Ich brauche nun eure Hilfe. Welchen Eyeliner verwendet ihr? Natürlich muss dieses Produkt vegan sein.

Also entweder hab ich ein Montagsprodukt erwischt, aber das war für mich ein deutlicher Griff ins Klo.

Liebe Grüße
Coco

Donnerstag, 11. September 2014

Färben mit Pflanzenhaarfabe Khadi Dark Brown + Light Brown

Heute ist färben an der Reihe. Ich sitze hier schon seit geraumer Zeit mit einem Turban auf dem Kopf und einer Menge Matsch auf den Haaren. Wer nicht genau weiß, warum mich Matsch sage. Seit über einem halben Jahr entschloss ich mich, der chemischen Farbe den Rücken zu kehren. Khadi, wie mir auch meine Abonnenten sagten, ist da der Jaguar unter den Pflanzenhaarfarben. Wohl das stärkste überhaupt, was ich aber nicht wirklich sagen kann. Früher mit 16 oder 17 färbte ich mit Henna aus dem türkischen laden, um so richtig rot zu sein. Naja, ich kann mich noch an meine Friseurin erinnern, die fluchte als sie feststellte das ich unter meinem dunkel gefärbten Haar rote Henna hatte, die beim heller machen Orange wurde.

Henna ist zwar eine Planzenhaarfarbe und somit auch das Beste für die Haare, aber das Färben mit Henna hat auch Nachteile. Zum Einen, werdet ihr die Farbe nicht so schnell los. Kurz mal blond werden ist nicht. Die Rotpigmente bei direkt roter Henna sind hartnäckig und schimmern immer leicht wieder durch. Also, geht das Färbeergebnis daneben, sollte man sich überlegen den nächsten Friseur aufzusuchen. Der weis meistens Rat, demnach rate ich davon ab als Leihe dann mit handelsüblicher Farbe einfach drüber zu färben. Ein weiterer Nachteil wäre der Geruch, ich habe schon mit ein paar Mädels gesprochen, die das gleiche Problem wie ich haben. Ich bekomm von der Henna Kopfschmerzen. Der Geruch ist beißend süßlich, ein purer Pflanzengeruch eben. Wer hier schon bei anderen Gerüchen Probleme hat und zu Kopfschmerzen neigt, dem rate ich von Henna ab.
Das Färben mit Henna unterscheidet sich von der mit herkömmlicher Farbe. Man rührt sich einen Brei aus dem Pflanzenpulver an, der nach Möglichkeiten streichfähig, also nicht zu dünn ist. Da ich gerade eben erst auf die Idee gekommen bin, diesen Blogpost zu schreiben, habe ich die angerührte Farbe nicht fotografiert. Da ich das Ganze aber mit gefilmt habe, mache ich einen Screenshot und füge das Foto zu einem späteren Zeitpunkt dazu. Die Farbe sollte mindestens 2 Std einwirken lassen, länger ist besser. Das sagte mir schon damals meine türkische Nachbarin, da somit die Farbe intensiver wird und länger anhält. Nach 5 Std habe ich meistens keine Lust mehr und spüle den Brei von meinem Kopf.
Ein paar einfache Regeln sind beim Färben einzuhalten. Das Haar muss gewaschen und feucht sein. Pflegeprodukte wie Spülung, Packungen oder Öl dürfen im Haar nicht enthalten sein. Also wirklich nur mit Shampoo oder in meinem Fall mit Natron waschen, da das Haar so tiefenrein wird. Das Pflanzenpulver möchte mit 50°C heißem Wasser angerührt werden. Bei Farben mit Indigoanteil, also Blau, müssen diese 50°C unbedingt eingehalten werden. Gerne kann auch Schwarztee verwendet werden, das noch einen Kick für die Farbe bedeutet. Mach ich aber so gut wie nie, da ich immer zu faul bin mir Schwarztee zu brühen. Eine weitere Regel ist, wer blondes Haar hat sollte von Farben wie Dunkelbraun, Schwarz und Indigo die Finger weg lassen. Hier benötigt ihr einen Zwischenschritt mit Hellbraun, da sonst die Haare grün werden. Auch bei mir ist das leicht schwierig, da die letzten 10cm meiner Haare noch immer blond sind. Pures Dunkelbraun traue ich mir nicht rein zu machen, da sich die Farbe auswäscht und heller wird. Daher mische ich mit hellbraun und habe ein rötliches Ergebnis, wenn die Farbe im Waschbecken verschwindet. Die Farbe nach dem Einwirken mit warmem Wasser runter spülen, kein Shampoo verwenden. Meist wirkt die Farbe noch nach und sieht am nächsten Tag noch etwas anders aus.
In der Packung enthalten sind Handschuhe, Plastikhaube und das Pflanzenpulver. Die Handschuhe finde ich ziemlich schlecht. Ich verwende aus diesem Grund immer Einweghandschuhe. Handschuhe braucht ihr unbedingt, da sonst eure Hände den gleichen Farbton annehmen wie eure Haare. Ach ja, ich bin ein kleiner Schmierfink und schütze deswegen im Voraus schon immer meinen Badezimmerboden. Ich leg Zeitungen aus, was einen leichten Charakter von Malerarbeiten hat. Naja, im Grunde sind es ja Malerarbeiten. Heute habe ich zum ersten Mal einen Pinsel von Ebelin verwendet. Anfangs fiel es mir ziemlich leicht, ich kehrte am Hinterkopf aber trotzdem wieder zu meiner alt bewehrten Taktik zurück, die Farbe blind mit den Fingern aufzutragen. Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und mischt genügend Farbe an.

Ein guter Tipp ist, geht an eure Haarbürste und nimmt Haare raus. Etwa so viel, dass ihr eine deutliche Haarsträhne habt. Mischt euch etwas Pflanzenhaarfarbe zur Probe an und bestreicht die Haarsträhne und gebt sie in ein Glas und lasst das ganze einwirken. Ich hab’s damals nach 2 Std nicht mehr ausgehalten. Der Tipp ist Gold wert, denn wenn die Haare nicht auf eurem Kopf sind, ist schon der Griff ins Klo nicht vorprogrammiert. Und wenn eure Haarsträhne grün werden sollte, ist das ja mehr als egal.
Kennt ihr Khadi als Marke? Verwendet ihr Khadi oder eine andere Marke die ihr empfehlen könnt? Über Kommentare freue ich mich natürlich. Meinen Tag verbringe ich nun mit meinem blauen Turban, da ich die Farbe nicht in der Nacht einwirken lassen kann. Da würde ich mir alles vom Kopf reißen, da ich ziemlich unruhig schlafe.

Liebe Grüße
Coco


Sonntag, 31. August 2014

Vegane Kolumne #5 - Veganmania in Bregenz, das war ein toller Tag

Gestern war einer dieser gigantischen Tage, die man so schnell nicht wieder erlebt. Ich bin in meinen 35 Jahren, die ich jetzt schon am Bodensee wohne denn ich bin 35 noch nie alleine tagsüber in Bregenz gewesen. Lacht mich nicht aus, aber es war schon irgendwie eine aufregende Angelegenheit.

Warum die Bahn bei uns auf der deutschen Seite nicht hinbekommt, Hand in Hand mit der ÖBB zu arbeiten, ist mir unverständlich. Wir sind doch Nachbarn, die Grenze die schon lange nicht mehr da ist, ist nur ein paar Kilometer entfernt. Für mich selbst, ich frag mich heute ja immer mit meinem kindlichen Charme, wie es sein kann das Menschen ein paar Kilometer entfernt einfach so anders sprechen. Vor allem verstehe ich den schlimmsten Schweizer Dialekt, Vorarlberger bringen mich immer wieder zum nachfragen, was denn jetzt wohl gerade gesagt wurde.

Nun, darum soll’s jetzt aber nicht gehen. In Lindau, denn da muss man umsteigen, kommt man einfach nur noch ins Rennen. Die Umsteigezeiten machen es einem fast nicht möglich, ein normales Tempo zu haben. Was machen nur unsere älteren Mitbürger. Ich suchte mir den nächsten Automaten für meine Karte aus. Und nein, eine Karte von Friedrichshafen nach Bregenz gibt es nicht.

Die Bahn beweist, wie unflexibel man sein kann. Das war ein Fehler, neben den ganzen deutschen Automaten, stand ein Automat aus Österreich, was mir bei der Hinfahrt aber noch nicht aufgefallen war. 6 Minuten, da fängt man nicht lange an zu suchen. Fakt ist, falls ihr selbst einmal in die Verlegenheit kommt, bitte keine Karte am deutschen Automaten holen. Die Deutsche Bahn verlangt nach Österreich für eine Strecke von 10 Minuten 4,40€, die ÖBB nur 2,80€. Warum mir das aufgefallen war, erzähle ich euch noch etwas später.
Ich rannte zu meiner S-Bahn und geschaft. Da kommen einem schnell so Gedanken hoch wie „ähm bin ich ganz sicher in der richtigen Bahn“. Ein leichter Hauch von Panik kam in mir hoch, aber viel falsch machen konnte man auf dieser Strecke nicht. In der Bahn selbst roch ich ein Gemisch aus Urin und Schweiß. Ekelhaft sage ich euch. Aber hey, ich war 10Minuten von meinem ersten veganen Straßenfest entfernt. Ich bin nun 1,5 Jahre Vegan, die Zeit vergeht echt abartig schnell, aber ich habe es leider noch nicht einmal geschaft, einen Vegan Street Day zu besuchen. Da kam mir die Veganmania in Bregenz aber eigentlich ganz recht. Für diejenigen unter euch, die nicht wissen wo Bregenz ist und ich überhaupt wohne. Bregenz liegt in Österreich und ich wohne im Dreiländereck am Bodensee.

Da steht man nun und ist irgendwie überwältigt von dem Angebot an veganer Kosmetik, Essen, Büchern und Kleidung. Und nicht einmal muss man sich die mir noch unangenehme Frage heraus drücken „ist das denn vegan“. Für die Großstädter unter euch und besonders die von euch die in Berlin leben, ist mein Gedankenganz wohl eher witzig süß. Ich wünsche mir einfach so sehr ein veganes Restaurant hier in der Gegend. Da wären mir ein paar Kilometer Fahrt echt nicht zu viel.

Mein erstes Zusammentreffen mit bisher unbekannten Menschen war absolut herzlich und freundlich. Man stellte sich irgendwo hin und kam sofort ins Gespräch. Da war ein Stand mit Matcha und einem Tee der sich Benifuuki nennt. Ein Tee der in Japan zu Heilzwecken verwendet wurde. Ich ließ mir den Tee im Gespräch irgendwie aufschwätzen und erschreckte leicht am Preis. Es waren alternative Menschen und solche die eine komplett bunte Haut haben. Oh man, ich liebe Tattoos und wenn ich könnte wie ich wollte würde ich. Das kann ich euch versprechen. Das sind genau die Menschen, wo ich mich wirklich wohl fühle. Kein gelecktes Volk wo man aufpassen muss was man sagt. Die Zankereien die ich bis dato immer im Internet erlebte, waren wie nie da gewesen. Man traut sich eben in der viralen Welt einfach etwas mehr als sonst.

Ich genoss ein leckeres Stück Kuchen, einen veganen Dönner, einen Milchkaffee mit Hafermilch, Kekse und dann war ich dermaßen satt, dass ich das Angebot aus Dornbirn einen leckeren Cupcake zu probieren ausschlug. Ich war so satt, ich mochte kein Blatt mehr und nützte die Situation in ihren vollen Zügen gigantisch aus.
Ja, ich wollte euch noch kurz erzählen wie mir das mit den 2,80€ aufgefallen war. Nun in Österreich findet man keine deutschen Automaten und somit gibt es auch hier keine Verwirrspielchen. Richtig so und auch total unnötig. Ich ging an den Automaten, gab alles ein und glaubte meinen Augen kaum. Hab ich was falsch eingegeben? 2,80€ ich ärgerte mich und verfluchte die deutsche Bahn aufs unermessliche. Also in Lindau an den ÖBB Automaten gehen und eine Karte ziehen, euer Geldbeutel dankt es euch.

Nun, ich habe noch einen Haufen Gedanken übrigen in Bezug auf Gesundheit und Menschen die gerade in meiner Umgebung einfach wegsterben. Mir wird einfach nicht klar, ob das ein Schnitzel auf dem Teller wirklich rechtfertigt. Menschen werden krank, leiden an Krebs und geben sich auf. Vor kurzem ist ein Nachbar gestorben, der jahrelang an Zucker litt. Ist die Qual an so etwas zu leider einfacher, weil das Hähnchen vom Grill so gut schmeckt? Uns Veganern wird schnell vorgeworfen, wenn man nur solche Gedanken äußert, dass wir krankhafte Menschen wären die sich auf Zwang gesund ernähren wollen. Sorry Leute diese Aussage stimmt nicht, denn mir schmeckt meine Schokolade oder mein Kuchen der ohne Tier hergestellt wurde, mindestens genauso gut und nein das sind nicht unbedingt die super gesunden Lebensmittel. Wäre es aber nicht einfacher, wenn jeder von uns mehr für sich tun würde? Dieses Thema möchte ich aber beim nächsten Mal anschneiden und ich zehre heute noch von den Eindrücken die ich gestern gewonnen habe.

Ich mach mal eine Runde meine Augen zu.

Eure Coco

Samstag, 23. August 2014

Haare waschen ohne Shampoo - Mein Weg zu schönem langem Haar - Haarseife und meine Probleme

Mein letztes Video zu diesem Thema ist schon etwas her und da das nächste bereits schon wieder ansteht, wollte ich hier auch auf dem Blog etwas zu meinem Haarexperiment sagen. Wie lange ich nun ohne Shampoo wasche, kann ich so schon nicht mehr sagen. Mir fehlt da inzwischen jegliches Gefühl dafür und das Waschen ohne Shampoo hat sich ebenso in meinen Alltag integriert, dass es sich eben normal anfühlt.
Oft merke ich es an den Reaktionen meiner Umwelt, dass es schon etwas Besonderes ist. Die einen blicken auf meinen Kopf, rümpfen die Nase nachdem sie gehört haben das ich ohne Shampoo wasche und hören dann doch interessiert hin. Das ganze Projekt soll eins belegen, dass es den Haaren einfach gut tut. Ich mein, ist ja auch logisch. Je weniger Inhaltsstoffe ein Produkt hat, desto besser für Haut und Haar. Obwohl, wenn ich zugeben darf das mein Haar oft nicht kapieren mag. Meine Kopfhaut ist oft genug beleidigt mit mir, aber lange nicht mehr so wie zu der Anfangszeit als ich direkt umstellte. Da hat das Wort „Heilkriese“ eine ganz andere Bedeutung für mich bekommen.

Was ich gut finde, dass mich Menschen inzwischen darauf ansprechen, was ich denn mit meinen Haaren gemacht hätte. Gut, mein blonder Schopf war ja irgendwie ein Extrem. Wer mir schon länger folgt weiß, dass sie gegen unten einfach immer dünner wurden. Mein Stufenschnitt unterstrich das Gang. Von Bewegung im Haar war keine Rede. Gut, ich hatte auch so etwas wie ein kleiner Teufelskreislauf. Die Haare machten nicht das was ich wollte, also föhnte ich sie. Ich brauch euch nicht sagen, dass die Temperatur meist viel zu heiß eingestellt war, weil auf einer kühleren Temperatur die Haare einfach viel zu lange brauchten.
Irgendwann bricht das Haar, irgendwann ist es einfach nicht mehr gesund. Durch das schwierige Durchkämmen riss ich mir wirklich viele Haare aus. Heute habe ich ein ganz anderes Haargefühl. Durch das Natron und den Apfelessig werden die Haare kaum ausgetrocknet. Bei den diversen Haarseifen die ich besitze, ist das schon anders. Trocken ist aber nur der blondierte Teil in meinen Haaren. Blond hin oder her, gefällt mir der Farbverlauf im Moment wirklich gut und ich überlege mir schon, ob ich die ganze Geschichte nicht irgendwann nachblondieren lassen soll, alla Ombré. Aber, wenn wir ehrlich sind habe ich noch lange etwas von dem Rest in meinen Haaren, also ich daran überhaupt nicht zu denken.

Der Apfelessig gleicht den Säureschutzmantel der Haut wieder aus, man spürt kleine Haarstoppel am Kopf wachsen. Ich erwische mich oft, das ich über meine Haare gehe um gerade diese Stoppel zu fühlen. Also wie ich immer sagte, so dünne Haare habe ich nicht.

Das Thema Seife ist so eine Sache, wenn ich ehrlich bin. So eine richtig gute habe ich in vegan noch nicht gefunden. Meine Ziegenmilchseife ist für diesen Blog ja aus dem Rennen, aber um ehrlich zu sein muss ich trotzdem sagen, dass die die beste Wirkung hat. Die Haare sind sauber, so wie ich das auch haben möchte.

Was ich euch rein an Erfahrung mitgeben kann ist, dass ihr die Haare gut auswaschen müsst. Die Rückstände der Seifen gehen manchmal echt schwer aus dem Haar. Ich hab mir abgewöhnt, die Haare über dem Rücken wie beim Friseur auszuwaschen. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich meine Haare meist in der Badewanne wasche. Die Essigspülung ist ein Muss, sonst sind die Haare strähnig, fast schon fettig. Trotz allem schaffe auch ich es nicht immer, sie komplett aus dem Haar zu bekommen, an was das genau liegt kann ich nicht sagen.

Ich hasse meine Haarlänge im Moment so sehr, dass ich schon öfters in meinem Kopf beim Friseur war. Ich will mir ja die Haare wieder lang wachsen lassen, aber mit Friseur? Eine Sache habe ich mir auf erlegt, wenn’s um die Haarspitzen geht werde ich meine Haare selbst schneiden. Obwohl, Angela sei Dank meine Friseurin mir wenn dann wirklich immer nur wenig abschneidet. Trotz allem, versuche ich so wenig wie möglich an meiner Haarlänge zu verändern. Ein Ganz zum Friseur wird doch irgendwann nötig sein.
Im Moment trage ich meine Haare gerne zu, das schützt die Spitzen und ich muss sie lange nicht so viel waschen. Den Rhythmus von allen 4 Tagen werde ich trotzdem nicht so schnell durchbrechen, da meine Haare am vierten Tag so richtig fettig sind. Zurück zu einmal pro Woche möchte ich aber schon, da ich mit diesem Rhythmus eigentlich immer gut gefahren bin.

Wie es weiter geht, erfahrt ihr auf meinem Blog und natürlich auf meinem Kanal bei YouTube.

Liebe Grüße
Coco

Freitag, 22. August 2014

Meine Hautpflege am Abend + Gesichtswasser DIY

Nun, ich glaube am schlausten wäre es, diesen Post mit meinem Gesichtswasser zu beginnen, damit ich dann später komplett durch meine Routine am Abend gehen kann. Schon komisch, meine Routine am Abend ist wesentlich minimalistischer als die am Morgen. Trotz allem ist sie reichhaltiger und reinigender. Wie man sich von so vielen Produkten täuschen kann? Wir kennen alle das bekannte Sprichwort „viel hilft nicht viel“.
Schon als ich zum ersten Mal in einem meiner Videos bekannt gegeben habe, dass ich mein Gesichtswasser inzwischen selber mische, fragten mindestens 10 von euch ob ich mein Rezept nicht veröffentlichen möchte. Ich wollte erst einmal rum probieren, schauen was meine Haut zum selbst gemixten Gesichtswasser sagt. Wo ich auf dem Kopf schon richtig gute Erfahrung mit Natron und Apfelessig gemacht habe, dachte ich mir das müsste auch in meinem Gesicht gut wirken. So ein Gesichtswasser zu mischen ist kein Hexenwerk, die meisten Produkte hat man eh immer zu Hause.
Ihr benötigt
Vorsicht die Mischung sprudelt, nicht erschrecken
100ml warmes Wasser,
4 Tropfen Teebaumöl,
½ TL Natron
4 EL Apfelessig
½ TL Kokosöl oder 5-10 Tropfen Brokkolisamenöl oder Jojobaöl
nicht länger wie 4 Wochen verwenden, danach weg kippen. 

Macht die Mischung entweder in einem alten Messbecher oder in einem höheren Gefäß, da Natron das warme Wasser und der Apfelessig sprudeln. Also nicht erschrecken. Ich hab alles in eine alte Flasche von Balea gegeben. Da findet sich aber sicher etwas bei euch. Lasst den Deckel eurer Flasche bitte offen, da euch die Flasche ansonsten um die Ohren fliegen kann. Das Gesichtswasser sprudelt noch eine Weile nach. Das Gesichtswasser kann ganz schön austrocknen, es macht richtig sauber was ich nicht für möglich gehalten habe. Dafür übrigens das Öl, welches ihr da verwendet ist euch überlassen. Bei dem Kokosöl habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sich unschön an der Flasche absetzen kann. Aber eben zusätzlich zu dem Teebaumöl antibakteriell wirkt. Probiert euch ruhig aus, in dem ihr das Öl vielleicht erst einmal weg lässt. Mir war es ohne pflegende Bestandteile viel zu austrocknend.

Nun, wenn ich geschminkt war, ist wohl der erste Schritt die Kosmetik aus dem Gesicht zu bekommen. Vor kurzem habe ich mir bei Wolkenseife Baumwollpads gekauft. Wollte ich ja schon immer irgendwie ausprobieren. Garnicht so schlecht, allerdings werden sie leider nicht mehr ganz sauber. Als Abschminkprodukt verwende ich den Augenmakeupentfernen von Rival de Loop von Rossmann in der Version Ölfrei. Ich hasse Fett an meinen Augen, ich kann das garnicht ab. Ich würde gerne mit Kokosöl, aber meine Gänsehaut ist vorprogrammiert. Also Rival de Loop, der uns sonst keiner. Und er ist es schon relativ lange.
Inzwischen habe ich Seifen lieben gelernt. Mein momentaner Hautzustand erlaubt es allerdings nicht, dass ich zweimal am Tag mit Seife meine Haut reinige. Sie dankt es mir mit Jucken und Rötungen. Nicht sonderlich schön kann ich euch sagen. Also verwende ich meine geliebten Seifen am Abend. Ob das nun eine Aleppo ist oder irgendeine andere Kräuterseife, spielt eigentlich nicht wirklich eine große Rolle. Ich seife mein Gesicht mit einem Kosmetikschwamm ein, ich mag das irgendwie. Der Schwamm schäumt das Produkt auf und ist so eine Spielerei die ich mir einfach so angewöhnt habe. Alepposeife kurz auf der Haut lassen und dann mit warmem Wasser abspülen.
Danach verwende ich mein Gesichtswasser mit einem Mikrofasertuch von Tchibo. Ich habe aber auch welche von dm, einfach mal in der Pflegeabteilung vorbei schauen. In meinem dm hängen die Teile an der Wand. Warum ich so ein Tuch verwende? Nun, es war mir ein Anliegen einfach weniger Wattepads zu verwenden und ich denke das ist mir gut gelungen.
Vom Hautarzt habe ich Differin verschrieben bekommen, welches die Haut erneuern soll. Um die Nase und besonders an der Nase habe ich tiefe Vertalkungen und Milien, die sich kaum behandeln lassen weil diese gerade an Stellen sitzen, die unheimlich weh tun. Aber die Salbe trocknet nicht nur meine Haut aus, sie macht sie auch unheimlich schuppig. Die Salbe soll nach der Reinigung und vor der Creme aufgetragen werden. Zu Differin will ich nicht viel sagen, da es eine Arznei ist und nicht dauerhaft von mir verwendet wird.
Als Augencreme verwende ich die Q10 Creme von Balea. Warum? Ja ich habe zwei Augencremes, weil gern herum probiere. Aber ich habe sie mir nicht gekauft weil ich eine für morgens und eine für abends haben wollte. Die Creme funktioniert am Morgen nicht, da sie seltsame Rückstände am Auge hinterlässt. Der leichte Fettfilm verhindert, dass ich meinen Lidstrich komplett durchziehen kann. Wird auf keinen Fall mehr nachgekauft.
Danach trage ich das Nachtkerzenöl auf, meins ist von Wolkenseife und einfach wunderbar. Allerdings sieht man schon aus wie eine olle Speckschwarte. Was ich noch aufbrauchen sollte und gerade nach dem Haare waschen verwende ist die Balea Nature Nacht Creme. Wenn ich meine Haare wasche, und ich bin eine Pony Trägerin, muss ich diesen gerade föhnen. Da kann ich mich nicht vollkommen speckig machen. Also verwende ich dann meist die Creme, obwohl ich das inzwischen so ziemlich oft vergesse und doch wieder das Nachtkerzenöl in die Hand nehme. Zu Nachtkerzenöl und Brokkolisamenöl ist noch ein gesonderter Post geplant. Daher möchte ich hier nicht zu ausführlich werden.

Hier wieder meine Frage, wie sieht eure Routine aus. Verwendet ihr die gleichen Produkte am Abend? Seid ihr zufrieden mit den Produkten die ihr jetzt verwendet? Morgen kommt hierzu noch ein Video von mir. Lasst es mich wissen, wie ihr das Gesichtswasser gefunden habt.

Liebe Grüße
Coco

Mittwoch, 20. August 2014

Meine Gesichtspflegeroutine am Morgen - Vegan

Heute soll es um meine Gesichtspflege am Morgen gehen. Die unterscheidet sich derzeit ziemlich stark zu der Routine, die ich am Abend verwende. Allerdings bin ich im Moment dabei, Produkte die ich im Laufe der Zeit gekauft habe oder zugeschickt bekommen habe zu reduzieren, sprich aufzubrauchen und auf keinen Fall mehr nachzukaufen. Ich bin interessiert, meine Hautpflege reichhaltig, aber minimalistisch zu gestalten. Auf jeden Fall werde ich euch bei dieser Reise mitnehmen, euch zeigen wie sich mein Verhalten bezüglich Pflege an mir selbst verändert und wie sich meine Haut verändert. Im Laufe der Zeit oder sagen wir anders, je älter man wird desto andere Wünsche kommen auf die eigene Gesichtspflege zu.
1. Reinigungsmilch von Cadeavera. An sich nicht schlecht, aber dieses Produkt soll für trockene und empfindliche Haut sein. Das Sulfat darin kann einem wenn man wirklich empfindliche Haut hat, den Spaß an der Gesichtsreinigung wirklich vermiesen. Noch dazu ist das Produkt parfümiert. Ich mag den Geruch total gerne, aber gerade hier können zusätzliche Reizungen auftreten. Verwende ich übrigens nur morgens, abends muss bei mir Seife her. 2. Im Laufe der Zeit verliert die Haut Hyaluron ausreichend zu bilden. Einer der Gründe unserer Hautalterung. Deswegen rate ich echt ab, in zu jungen Jahren mit solchen Produkten die Haut an etwas zu gewöhnen, dass sie eigentlich noch von alleine schaffen müsste. Nach der Reinigung verteile ich das Gel sparsam auf dem Gesicht auf. In der Regel reicht einmal pumpen.
3. Na, was ist in dem milchigen Fläschchen? Hier auf dem Blog selbst habe ich noch nicht darüber berichtet. Irgendwann berichtete Ebru über die Eigenschaften von Rosenwasser, gerade gegen vergrößerte Poren. Eine Abonnentin von mir meinte, ich solle das Hyaluron doch mit Wasser in Verbindung bringen. Also zuerst auftragen und dann mit Wasser an die Haut gehen. So saugt sich das Hyaluron mit Feuchtigkeit auf. Warum also nicht Rosenwasser verwenden? Ich fahre mit dieser Methode wirklich gut. Mein Rosenwasser ist übrigens vom Türken um die Ecke.
Nun, mit diesem Bild möchte ich euch nicht vermitteln, dass ich unbedingt zwei Tagescremes und einen eigenen Sonnenschutz benötige. Hier läuft das alles nach dem entweder oder Prinzip. Sonnenschutz trage ich, wenn ich ihn benötige also gerade wenn ich zum Sport nach draußen gehe. Auch hier habe ich einen ausführlichen Bericht über die Sonnencreme von dm Sundance geschrieben. Ich bin mit den Produkt zufrieden, und das wird auch ein Produkt bleiben, welches in meiner Gesichtspflegeroutine bleiben darf. Die Rügener DreiKronen Kreide Creme ist toll, wenn man eine gereizte Haut hat. Die verwende ich auch wirklich nur dann, wenn ich merke meine Haut benötigt etwas Beruhigung. Auch diese Creme habe ich bereits schon auf meinem Blog vorgestellt. Wenn ich diese nicht nehme, verwende ich die Santorini von CMD, was meistens der Fall ist. Sie riecht erfrischend lecker nach Sandorn, allerdings sind mir alle Cremes Momentan selbst am Morgen zu wenig reichhaltig. Natürlich benötige ich nicht die starke ölige Pflege, die ich am Abend verwende nein. Aber dennoch, meine Haut spannt wenn ich die Produkte alleine verwende. Gut das kommt auch von der Salbe vom Hautarzt, die leider die Nebenwirkung hat, dass sie die Haut austrocknet. Gerade am Kinn ist meine Lieblingsstelle bezüglich schuppiger Haut. 5. Kommen wir endlich zu Punkt 5. Der dient im Moment wirklich nur dafür, um die bisherigen Cremes mit einem Tropfen aufzupeppen. Ich kann mir durchaus vorstellen, auch mal nur Brokkolisamenöl zu verwenden. Allerdings ist meine Neugierde in Bezug auf i+m viel zu groß und hier werde ich mir sicher noch etwas zulegen. 
Meine Augencreme am Morgen. Auch eher ein Zustand, hier werde ich definitiv auf ein Produkt zurück gehen. Aber ob ich mir das Produkt von Rival de Loop weiter kaufen würde? Nein, eher nicht. Ich denke, ich werde mal einen Blick in Richtung i+m werfen.

Ihr seht, meine Gesichtspflegeroutine ist in ausgereift und schon garnicht ansatzweise perfekt. Bis ich einige der Produkte aufgebraucht habe, dauert es noch. Wie ist das bei euch? Ist bei euch schon ein anständiger Minimalismus eingezogen? Kennt ihr einige der Produkte? Ich freu mich auf eure Kommentare.


Liebe Grüße
Coco

Dienstag, 19. August 2014

CadeAvera Sanfte Reinigungsmilch - Trockene und selbsible Haut - Face 25+

Seit knapp 4 Wochen teste ich nun schon dieses Produkt, nachdem die Reinigungsmilch von Balea endlich leer war. Ich konnte grob gesagt um ein Jahr nicht viel mit Reinigungsmilch anfangen. Mal anders gesagt, ich brauchte es nicht und die Seife die ich am Morgen und Abend verwendete zauberte mir ein herrlich quietschendes und sauberes Gefühl ins Gesicht. Mit meinem Besuch beim Hautarzt und dem Verschreiben einer Salbe die meine Haut nur so austrocknet, war mir klar das sich in meiner Hautpflege was ändern muss. Ich brauchte also zuerst meine Reinigungsmilch von Balea auf und kaufte mir dann diese.
Diese Serie von Müller ist mir eine alte Bekannte, da ich ja das Gesichtswasser echt liebte und schätzte. Warum in der Vergangenheit? Ich mache seit neustem mein Gesichtswasser selber und umgehe die fiesen Inhaltsstoffe die einem zum Teil schon Kopfschmerzen bereiten. Um ehrlich zu sein, muss man an jeder Ecke irgendwie Abstriche machen. Mal ist Palmöl enthalten, dass nicht aus ökologischem Anbau stammt, oder irgendein Stoff vermiest einem den Spaß der entweder den Hormonhaushalt in Körper durcheinander bringen kann oder die Haut austrocknet. So oder so, Produkte deren Inhaltsstoffe ein Drittel der Packung einnimmt, gefallen mir nicht unbedingt.
Inhaltsstoffe:
aqua, glycerin, c 12-15 alkyl benzoate, glyceryl stearate, citrate, prunus amygdalus dulcis oil, simmondsia chinensis seed oil, cetearyl alcohol, tocopheryl acetate, phenoxyethanol, panthenol, parfum, sodium cetearyl sulfate, potassium sorbate, ethylhexylglycerin, xanthan gum, bisabolol, citric acid, linalool, butylphenyl methylpropional, lecithin, ascorbyl palmitate, punica granatum fruit extract, glyceryl stearate, pantolactone, glyceryl oleate, zingiber officinale root extract, sorbic acid

Die Reinigungsmilch von Cadeavera (Femia Cosmetic) löst bei mir gemischte Gefühle aus. Sie ist solide, funktioniert und hat einen tollen Geruch. Seit mir nicht böse, den Preis habe ich mir irgendwie nicht gemerkt, Fakt ist aber das Cadeavera eher eine Marke für den kleinen Geldbeutel ist. Warum habe ich nun gemischte Gefühle? Soviel Inhaltsstoffe in einem Produkt wo keiner der irgendwelche Kenntnisse hat, überhaupt noch durchblicken mag? Da packt man Stoff A hinein, damit Stoff B nicht kippt. Stoff C ist ein Sulfat was ich ja schon länger nicht mehr auf meinen Kopf lasse, ins Gesicht schmier ich es mir aber. Die Tatsache das gerade Marken wie Cadeavera oder Balea sich Palmöl bedienen, dass nicht aus ökologischem Anbau stammt ist nicht gerade erfreulich. Regenwald wird gerodet und unsere Umwelt geht kaputt. Um zu übertreiben, nur damit wir eine reine Haut haben? Das passt nicht und hier muss meiner Meinung nach auch den Endverbraucher aufwachen. Ein Schreiben wird an die Marke CV, die es übrigens bei Müller zu kaufen gibt, raus gehen. Ein Einzelner erreicht nichts, der Endverbraucher muss aufwachen. Denn es ist möglich umzudenken und Regenwald zu schützen. Aus diesem Grund heraus, bin ich immer mehr an naturreinen Produkten interessiert. Hierzu kommt aber noch ein gesonderter Post.
Der Duft ist toll, meiner Meinung nach aber kritisch zu betrachten in so einem Produkt. Wer empfindliche Haut hat und dieses Produkt ist für Menschen mit trockener und sensibler Haut, wird nicht wirklich Freude damit haben. Parfümstoffe können müssen aber nicht Hautirritationen auslösen. Selbst ich verspüre durch die Salbe vom Hautarzt ab und an ein leichtes Ziehen. Die Salbe vom Hautarzt trocknet meine Haut aus und sie schuppt ziemlich. Wo eine Haut schuppt, ist der Säuremantel nicht mehr aktiv. Da das Produkt aber nicht ganz so viel Geld kostet, ist es ein Versuch wert.
Die Creme ist recht stabil und kann sparsam aufgetragen werden. Trotz allem frage ich mich, was ein Sulfat in so einem Produkt zu suchen hat? Klar, die reinigende Wirkung. Aber wir wissen gerade aus Shampoos, dass es Sulfate gibt die lange nicht so aggressiv funktionieren. Dieses Produkt soll ja schließlich reinigen und nicht austrocknen. Denn sonst bräuchte ich ja keine Reinigungsmilch auf mein Gesicht zu packen, oder?
Ob ich mir das Produkt nochmals nachkaufen würde? Eher nein, trotz allem lohnt es sich das Produkt einmal zu testen. Denn nicht jeder ist so kritisch wie ich.

Liebe Grüße
Coco